Reisebericht
Hannibal, Face und Murdock wechseln sich ab
17.07.2015: Baden – Chalons en Champagne
Seit unserer Abfahrt ist nun schon mehr als eine Woche vergangen und so wird es langsam Zeit, euch die Vergangenheit nachzureichen – soweit nicht bereits von Mad Murdoch erledigt. Also die ganze Vorbereitung – dazu später mehr – war etwas chaotisch – zwar vielfach geplant aber irgendwie hat nicht alles gepasst. Egal. Am 17.7.2015 so[…]
18.07.2015: Chalons en Champagne – Chichester
Trotz Champagne gab’s bekanntlich kein Champagner-Zmorge, war aber auch besser so – wir mussten ja eh fahren. Gar nicht so einfach wie sich herausstellte – gegen den Wind ist unser Terios etwas hartnäckig und Wind hat es in dieser Region offensichtlich genug. Das war übrigens auch das Rätsel: All die Blinklichter in der Nacht –[…]
19.07.2015: Chichester–Koeln
Weil sowohl die Party als auch der Regen sehr gesittet abliefen, wurde es eine einigermassen angenehme Nacht – lang ausschlafen war trotzdem nicht drin, so gemütlich war’s nun auch nicht und der Motorenlärm der Frühstarter weckte auch den hartnäckigsten Langsschläfer in spe. Also raus aus dem Zelt, unsere Black Beauty bewundert und dann mal das[…]
20.07.2015: Schon in Mitteleuropa verfilzt und gloriose Startszenen
Am Freitag Abend spät ging es los. Das A-Team mit DrD aka Hannibal und Jimbo mit wechselhaftem Charakter Murdock / BA / Face fädelten sauber in Baden ein mit dem festen Glauben, um Mitternacht in Challons-en-Champagne in der Nähe von Paris Halt zu machen. Es wurde später, weil man sich auch mit Navi verfahren kann[…]
20.07.2015: Koeln – Prag
Nachdem der Vortag ja ein klasssischer Multiple-Länderreisetag und damit besonders anstrengend “hello – pommes frites – na bitte” war – ging es in Koeln trotzdem sofort weiter – so sofort, dass wir eine Ehrenrunde drehten, um dort den von Colonel John Smith generalstabsmässig geplanten Rallyordner auch noch mitzuholen – Mad Murdoch hatte den Ordner als[…]
21.07.2015: Prag–Warschau
Wir haben in den letzten Tagen bereits einige 1000 Kilometer abgespuhlt und dabei gleichzeitig auch noch unsere Ausrüstung mit so sinnvollen Gegenständen wie einem Abschleppseil oder einem Wagenheber ergänzt – denn ein Ersatzrad macht ja nur Sinn, wenn man auch den kaputten Reifen ab Boden fehlt und ohne B.A. Barracus braucht man dann halt mechanische[…]
22.07.2015: Warschau – Daugvapils
Usanzgemäss mussten früh morgens einige Fotos zum warmlaufen der Kamera gemacht werden und das sah dann so aus. Warschau ist dermassen Boomtown, dass sogar die Kraftwerke herausgeputzt wurden und cool aussehen! Doch das ist noch gar nichts gegen die hohe Kunst der Schallschutzwände – die Polen schaffen es also sogar solche Schallschutzwände ineinander[…]
22.07.2015: Von Warschau nach Lettland
Wie von DrD aka Hannibal aka Colonel John Smith so blumig beschrieben, hatten wir eine äusserst angenehme Czech-out Party in Prag. Wir haben ein paar andere Schweizer Teams getroffen, die aber leider allesamt die Südroute via Iran und die Stan-Länder nehmen. Unter anderem Team Happy Panda, sinnigerweise zu dritt unterwegs in einem Fiat Panda 4×4[…]
23.07.2015: Daugavpils – Prokrov
Nach einem gediegenen Frühstücksbuffet im Parkhotel in Daugavpils, wo sich auch noch ein Schweizer Velotrüppchen einquartiert hatte, brachen wir tiefenentspannt aber etwas müde und nervös auf. Heute wartete Mütterchen Russland auf uns, das erste und einzige Land auf dieser Reise, für welches wir noch ein Visum benötigten. Dieses aber ist nicht so leicht zu kriegen[…]
24.07.2015: Prokrov – Kasan
Obwohl wir ausschliefen, war die Stimmung etwas gedämpft. Zuviele Kilometer haben ihre Spuren hinterlassen. Daran konnten auch diese wackeren russischen Pilzköpfe – angeblich die Vorgänger der Beatles – nichts ändern. Die Stimmung wurde erst besser, als ein feines russisches Trucker-Zmorge verspiesen und die Fehler des Vortags analysiert waren. Grundsätzlich ist es ja ein fundamentaler Streit[…]
25.07.2015: Ruhetag in Kasan
Nach all den Widrigkeiten der Vortage beschlossen wir, unseren Ruhetag vorzuziehen und einmal sauber zu retablieren. Also gefrühstückt und dann dank Datenverbindung mal die Automechen ausgecheckt und den vertrauenswürdigsten ausgewählt und angesteuert. Das klappte perfekt. Die Verständigung danach etwas weniger, aber die wesentlichen Infos konnten trotzdem übermittelt werden, mit dem Resultat, dass Yefgeni eine andere[…]
Von Mitteleuropa in die sibirische Steppe
DrD aka Colonel John Smith aka Hannibal hat seine Schreibblockade überwunden und setzt laufend eine Flut von Beiträgen ab. So wie der schreibt hat die Blockade wohl 30 Jahre gedauert. Kommt in etwa hin. Seinen Doktortitel hat er ja mit 15 gemacht. Aber Jimbo aka Murdock aka BA aka Face meldet sich nun auch mal[…]
26.07.2015: Kasan – Ufa
Sonntag war nicht Ruhetag, den hatten wir ja schon am Samstag eingezogen. Und weil uns der gebrochene Auspuff all die Lücken in unserer Ausrüstung drastisch offenlegte, haben wir dann per Internet den nächsten Obi angepeilt und sind hingefahren. Kazan ist auch eine Boomtown – gebaut wird wie verrückt. Und – auf die Gefahr uns zu[…]
27.07.2015: Ufa – Kurgan
Der Tag begann gut, das Frühstücksbüffet war reich bestückt, der Saal geschmackvoll und wir erwartungsfroh auf die Abenteuer, die auf uns warteten. Denn heute war der Tag: Der Tag, an welchem wir den Ural passieren wollten, eine Bergkette, die jedes Kind kennt, von der aber keiner weiss wie sie aussieht, wo sie genau liegt (irgendwo[…]
28.07.2015: Kurgan – Omsk
Nach der erfolgreichen Bezwingung des Urals begann der Morgen eigentlich recht gut, mit einem im Hotelzimmer servierten, korrekten russischen Frühstück. Wobei man hierüber streiten könnte – abgesehen von der weltumspannenden gleichmachenden Bedeutung der englischen Sprache gibt es wohl nur noch im Bereich des Morgenessens einen ähnlich um sich greifenden Unilateralismus – wir haben bisher nirgends[…]
29. 07.2015: Omsk – Novosibirsk
Die Berichterstattung ist für einmal nicht mehr ganz akkurat. Denn der Moment in dem diese Zeilen geschrieben werden ist ca. 5 Tage und 3000 Km später und dazwischen liegen Welten! Bis anhin haben wir ja primär kräftig ins Lenkrad gebissen und das Gaspedal mit allem traktiert, was vorhanden war – rechter Fusss, linker Fuss, Ziegelsteine,[…]
30.07.2015: Novosibirsk – irgendwo im Altai Gebirge (RUS)
Im Plattenbauhotel gab es ein spätes, aber herzhaftes Frühstück- danach erfolgte der Aufbruch ins Ungewisse – denn ab hier gab es für die nächsten Tage keine Plan mehr, d.h. wir hatten eine vage Vorstellung von der Route, aber das war’s dann schon. Runter an die mongolische Grenze, dort einreisen und dann auf der schnellsten Route[…]
31.07.2015: Altai Gebirge (RUS) – Ulgi
Von irgendwo im Altai Gebirge ging’s weiter – zuerst noch kurz die Aussicht bewundert und unsere Notschlafstelle fotografiert dann im Restaurant, welche einmal mehr von einem stummen Russen – einfach mit Lokalkolorit – bewacht wurde gefrühstückt. Überhaupt scheinen die Russen ein Faible für Skulpturen zu haben – so auch auf dem Kinderspielplatz, wo[…]
01.08.2015: Ulgi – Camp nach Khovd
Morgenstund hat Gold im Mund – allerdings ist nicht alles Gold was glänzt und das mongolische Zmorge bestand primär aus Butter, in Fett gebackenen Brötchen und Marmelade – alles noch Resten vom Vortag. Immerhin blieb uns erspart die Reste dies Schafskopfs, welche trotz Kühlschrank einfach irgendwo in der Ecke aufbewahrt wurden, noch essen zu müssen.[…]
Von Sibirien bis mitten in die Mongolei
Während wir drei (Jimbo aka Murdock / Face / BA) diese Zeilen schreiben, steht das A-Team-Max-East wir im Stau vor der Grenze von Mongolien zurück ins Mutterschiff Russland. Es sieht aus, als würden wir hier mehrere Stunden warten, bis wir durchkommen. Der BA in mir würde sich gerne mit den Fäusten den Weg verschaffen, aber[…]
02.08.2015: Camp Khovd – Camp Altai
Unsere erste Nacht in der Wüste haben wir gut überstanden und etwas ausgeschlafen, bis die Sonne und damit die Hitze in unserer Jurte einfach zu intensiv wurde. Danach flugs das Fondue-Caquelon mit etwas Sand und Wasser ausgeschauert und Kaffee, Stocki-Quick-Menu und China-Nudelsuppen gekocht und uns so für die weiteren Pistenkilometer gestärkt. Denn die Strecke von[…]
03.08.2015: Camp Altai – Arvaikheer
Nach einer erholsamen Nacht in der Mutter Natur starteten wir den Tag dank des Chinagrills perfekt mit Kaffee und Chinasuppen. Danach konnten wir gar nicht anders, als einmal mehr die lokale Flora und Fauna zu bewundern- also in der Wüste (jedenfalls würden wir das Gelände jetzt so bezeichnen – nicht weil es wüst ist, sondern[…]
04.08.2015: Arvaikheer – Ulan Bator
Unser Hotel erschien nicht nur so gespenstisch und verlassen wie das Hotel aus the Shining, es war es auch und so wagten wir gar nicht erst den ernsthaften Versuch, ein Frühstück zu kriegen und machten uns mit immer noch fonduegefüllten Bäuchen auf den Weg zum ersten Ulan – oder wie the Face es so trefflich[…]
Fondue in der Steppe, Übernachtung im Gespensterdorf und Ulan Batoor
Nachdem wir uns in Khovd, der zweiten Siedlung in Westmongolien versorgt hatten, machten wir uns auf den Weg in die schöne mongolische Landschaft, die zu schön für den Begriff Wüste ist, aber dennoch ähnlich unbesiedelt und kommunikationstechnisch unterversorgt. Nach der anfänglichen Besiedlung durch Nomaden in Jurten sahen wir buchstäblich keinen Menschen mehr. Der[…]
05.08.2015: UB – UU (Ulan Bator – Ulan Ude)
Das Frühstückbuffet im Grand Hill Hotel war – grossartig – im 15 Stock oben – aber das Buffet selbst schon ziemlich geplündert und karg – Pech halt wenn man spät kommt – doch falsch gedacht – denn kaum sassen wir mit den mit Resten beladenen Tellern wurde uns das Frühstücksmenu direkt aus der Küche gebracht[…]
07.08.2015: Ulan Ude
Allzuviel zu berichten gibt es nicht mehr – Ziel dieses Reiseberichts ist ja – die Beschreibung der Erfahrung Russlands im wörtlichen Sinne und weil wir heute nix mehr zu fahren hatten, gibt’s auch nur wenige Erkenntnisse. Z.B. dass man auch mit einem MG Midget von London durch die Mongolei bis nach Ulan Ude fahren kann[…]
06.08.2015: Ulan Bator – Maximum East
Nachdem wir das Churchill Pub = OK-Sitz ja schon am Vorabend gefunden hatten, gingen wir am Morgen schnurstracks dahin, doch war das Pub leider noch geschlossen. Immerhin aber konnten wir mit dem Cheforganisator Rob telefonieren und ihm unser Anliegen erklären. In der Hoffnung später keine Zeit mehr zu haben, machten wir uns danach sogleich auf[…]
08.08.2015: Ulan Ude – Irkutsk
Weil wir das Auto erst am Montag abgeben konnten, beschlossen wir das beste draus zu machen und halt via West-Abstecher noch den Baikal-See und Irkutsk – welches angeblich mal als Paris Sibiriens gegolten habe, wobei kommentiert wird, dass kein Tourist der Paris gesehen habe, die zwei Städte hätte verwechseln können – egal – wir wollten[…]
09.08.2015: Irkutsk – Ulan Ude
Nach dem netten Abend galt heute und nun dasselbe rückwärts – also kstukrI – aber lassen wir das – Irkutsk erscheint uns als typische russische Metropole mit den üblichen Features inkl. auch potemkinscher Dörfer – wobei wir uns nicht einig waren, ob sich der Potemkin jetzt mehr auf das Dorf bezogen hat oder mehr[…]
10.08.2015: Ulan Ude – wieder – immer noch – aber nicht mehr lange
Am Ende geht’s oft sehr schnell – nach der gestrigen Rammung hatten wir keine Lust mehr gehabt, unser Auto ordentlich zu räumen und mussten das zu früher Morgenstund nachholen. Danach dann eine typische Fahrt in einen Aussenbezirk – vorbei an den schon vielmals beschriebenen Raubvögeln, ortstypischen Restaurants und auch mit den typischen Zwischenfällen wie[…]
Vorbereitung: Mongol Rally Launches
What? The 12th edition of the most ridiculous adventure in the world. 750 Mongol Ralliers erupting from Goodwood, like Greek financiers fleeing Angela Merkel’s wife swap party. Where? Goodwood Historic Motor Circuit, Chichester. Historic Goodwood and the Mongol Rally launch. A perfect match. In 1962 Stirling Moss crashed at Goodwood, putting himself into a coma[…]
Vorbereitung: Oha Autoproblem
Der Automech hat beim Anblick unserer Subaru Libero Perle die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gemeint, der mache es nicht mal die 1’000 km an den Start nach London. Wir sind somit nun wieder auf Autosuche – wird langsam knapper. Liberos gibt es leider auch nicht so viel in der Schweiz. Unsere neues Wunschfahrzeug ist[…]
A-Team Max East
Wie weit kommen wir mit wenig ccm?
Dr. D
jimbo
Lacking



























