08.08.2015: Ulan Ude – Irkutsk

Weil wir das Auto erst am Montag abgeben konnten, beschlossen wir das beste draus zu machen und halt via West-Abstecher noch den Baikal-See und Irkutsk – welches angeblich mal als Paris Sibiriens gegolten habe, wobei kommentiert wird, dass kein Tourist der Paris gesehen habe, die zwei Städte hätte verwechseln können – egal – wir wollten also starten – aber da gab’s erst noch einen Fototermin mit zwei sehr netten deutschen Touristen, welche sich die Route im Seitenwagen geben! Und weil sie familienseitig enge Brauereibeziehungen haben, wurde Hannibal natürlich grad wegen dem Hut und Lägerebräu etc. gelöchtert! Das war dann ganz spannend und lustig, wie wenig es braucht um fast am andern Ende der Welt Bierideen austauschen zu können.

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Wie bei den meisten Städten Sibiriens führen die Zufahrten über Brücken und die werden immer von irgendwelchen Tieren beschützt oder geschmückt – kommt wohl drauf an, wie kriegerisch veranlagt die Stadtbewohner waren.

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Vorbei an typischen Wohnblocks und lustigen Werbeschildern – dieses warb vermutlich für ein Antischnarchmittel – können Sie ihrem Partner verabreichen, danach schläft er stumm wie ein Fisch

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und an Baustellen, wobei am heutigen Samstag v.a. Datschas raufgezogen wurden – ging die Fahrt kurze 453 Km, welche sich jedoch als derart kurvig erwiesen, dass das Navi mit einer Fahrzeitprognose von 7:30 ziemlich richtig lag – also entlang dem Baikalsee, dem grössten und tiefsten (1600 Meter) Süsswassersee der Welt

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dessen Ufer entweder von Eisenbahnschienen oder von typisch Ostsibirischem Urwald geprägt sind

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bis nach Irkutsk – welches Mad Murdoch konsequent mit Yakutsk verwechselte – wohl um den Frust des Reiseabbruchs zu bekämpfen – denn Yakutsk wäre exakt auf der geplanten Route gewesen – jedenfalls hat auch Irkutsk das übliche Stadtkraftwerk, schöne Holzhäuser und es wird viel und gross gebaut.

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Eingangs der Stadt grüsst der Babr ein aus dem Mittelalter stammendes Fabeltier, welches auch das Stadtwappen schmückt – und das eine Mischung aus Hauskätzchen und Säbelzahntiger zu sein scheint – eindrücklich, dass trotz der unwirtlichen Gegend (im Winter friert der Baikalsee trotz der riesigen Ausmasse jeweils komplett zu) diese Stadt schon 1686 das Stadtrecht erhielt.

Uns präsentierte sich Irkutsk von der besten Seite, Pärke mit dem gewissen Shabby-Chic wie es the Face treffsicher formulierte – immer auch mit Kinderspielplätzen, einem eindrücklichen Theater und malerischer Sonnenuntergangsstimmung.

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vorbei an riesigen Sendetürmen – die hier in der Abgeschiedenheit vermutlich überlebensnotwendig sind und vorbei an Kinderhüpfburgen, welche endlich mal ein etwas grösseres Format als die gute alte Luftmatratze aufweisen ging es runter zur

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Flaniermeile, wo – wie es sich für einen Samstag Abend ziemt – alle die Rang und Namen haben – oder auch die die sich einfach prächtig aufgebretzelt haben – rauf und runterflanierten. Wir waren da halt nicht ganz so stylish, wobei wir es mit der typischen Russen-Uniform – d.h. schlabrige Jeans und ein grenzenlos belangloses oder diskutables T-Shirt am liebsten mit einer Kalashnikov oder einem Russenfläggchen, schon noch aufnehmen konnten. Bei einem feinen Znacht genossen wir unseren Touri-Ausflug

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Mad Murdoch knuddelte noch etwas mit einem Bären – Hannibal sinnierte über den Schweizer Apfel – welcher ja wegen des Embargos – aber lassen wir die Politik – und lassen wir das Babr das letzte Wort haben: Grrroaaarrrr!

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