22.07.2015: Von Warschau nach Lettland

Wie von DrD aka Hannibal aka Colonel John Smith so blumig beschrieben, hatten wir eine äusserst angenehme Czech-out Party in Prag. Wir haben ein paar andere Schweizer Teams getroffen, die aber leider allesamt die Südroute via Iran und die Stan-Länder nehmen. Unter anderem Team Happy Panda, sinnigerweise zu dritt unterwegs in einem Fiat Panda 4×4 der Schweizer Post. Die Jungs nehmen sich zwei Monate Zeit und fahren dann gleich von Ulaan Bator auch wieder nach Hause. Man muss ja nicht nur Päckli hinbringen sondern auch wieder zurück.

Wir haben uns sodann in Richtung Litauen und Lettland auf die Söcken gemacht. Zuerst mussten wir aber noch das Autoradio umbauen. Das, das wir im Auto hatten, war leider nicht Bluetooth-tauglich und Colonel Hannibals Musiksammlung war leider nur auf USB Stick verfügbar. Die beiden CDs der Slang Sluts sind ja okay, aber nach ca. 30 Mal hören fälllt einem dann schon ein bisschen das Mittelohr zur Ohrmuschel raus. Ich verbitte mir an dieser Stelle sämtliche Sprüche von wegen A-Team und nicht mal in der Lage, das Autoradio auszubauen. Wir sind schon ein A-Team, aber halt eher auf der intellektuellen Ebene: Es gibt immer eine Lösung.

Und die sah in diesem Moment so aus: Der Colonel hat ‘en Route’ sauber einen gelben Armeehelikopter gespotted, der dem A-Team sehr gut kommt.

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Der Mad Murdock in mir (Jimbo, der Schreibende) wollte den Helikopter auf der Stelle besteigen (siehe Bild) ….

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… aber der BA Barracus in mir (siehe weiteres Bild) war von solch’ akuter Flugangst befallen, dass dies leider nicht möglich war

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Just als wir mit dem Helikopter rumspielten, kam ein Mech der benachbarten Werkstatt gesprungen und schwatzte auf Polnisch auf uns ein. Leider verstanden wir kein Wort und er ebenso nicht Schweizerdeutsch. Irgendwie verständigten wir uns dann dennoch und siehe da, der Mech konnte uns sehr gut den Autoradio ausbauen. Und sogar den neuen einbauen. Da war sie also, die intellektuelle A-Team-Lösung. Wenn nun Hannibal aka Colonel John Smith aka DrD mit Doktortitel behaupten würde, das wäre auch sein Plan gewesen, dann wäre das gelogen. Aber ich glaube, manchmal hat der einfach so viele Pläne in seinem Kopf, dass dann einfach einer aufgeht. Das ist reine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Aber Plan hin oder her, der Autoradio war drin und wir waren glücklich. Hannibal war aber damit noch nicht zufrieden und wollte den positiven Flow gleich dazu nutzen, auch noch das immer noch fehlende Ersatzrad aufzutreiben. Dazu muss man sagen, dass das A-Team leider mangels Ressourcen relativ unvorbereitet ins Rennen gestiegen war und spätestens in der Mongolei mindestens zwei Ersatzräder empfehlenswert wären. Dass das zweite Ersatzrad nun schon in Polen hinmusste, versteht in mir weder Murdock noch BA noch Face – steht ja ein Helikopter hier. Gut, BA war für das Ersatzrad. Deshalb haben wir wiederum mit Händen und Füssen versucht, das Ersatzrad abzuschwatzen. Leider mit mässigem Erfolg. Der Mech wollte mir im Gegenzug (in der Rolle Mad Murdock) nämlich das schöne Lakers Baseball Cap abschwatzen. Was ihm leider gelungen ist (siehe Bild).

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Ich muss nun mit dem verdreckten und verschweissten polnischen Mech-Käppli vorlieb nehmen, während der zugegebenermassen nette Mech mein schönes Rapperswil-Jona Lakers Käppli nun an verdreckte Auspuffrohre drückt. Naja, geschieht den Lakers recht. Sind ja abgestiegen letzte Saison. Ich bin fortan stolzer Besitzer eines verdreckten polnischen Mechkäpplis mit einer symbolischen sich räkelnden nackten Frau darauf. Schön. Hoffentlich bekomme ich in der Murdock-Rolle keinen Stirnpilz.

Wir haben dann den Rest nach Litauen – Dagovspils – unter die Räder genommen. Die Landschaft sah ungefähr so aus (siehe Bilder) …

 

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